Preis der Literaturhäuser
Ilija Trojanow erhält den Preis der Literaturhäuser 2009
Der Schriftsteller Ilija Trojanow, 1965 in Bulgarien geboren, erhält den diesjährigen Preis der Literaturhäuser. Das gaben die Programmleiterinnen und Programmleiter der Literaturhäuser Berlin, Frankfurt, Graz, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Rostock, Salzburg, Stuttgart und Zürich am Freitag, den 13. März 2009, auf dem Blauen Sofa der Leipziger Buchmesse bekannt. Der Preis sit mit 11'000 Euro dotiert.
„Ilija Trojanows Werk, das aus Romanen, Reiseberichten, Anthologien, Essays und Filmbeiträgen besteht, lässt sich verstehen als eine einzigartige Sammlung von Beispielen und Modellen der Begegnung von Kulturen, die nicht unter dem Zeichen des Kampfes stattfindet.
In seinen Lesungen, Vorträgen und Moderationen wird Ilija Trojanows emphatisches Verständnis der Begegnung von Menschen erlebbar. Ihm steht eine orientalisch anmutende Fabulierkunst ebenso zu Gebote wie eine aus der spirituellen Erfahrung und umfassender Menschenkenntnis gespeiste Weisheit; er beherrscht die erhellende, polemisch scharfe Pointe ebenso wie er das Geheimnis von Menschen und Geschichten zu wahren weiß. Dank all dieser Fähigkeiten wird für Ilija Trojanows Publikum Weltwissen und Weltliteratur präsent, dargeboten mit einem charismatischen Lächeln von einem unschätzbaren Künstler der Vermittlung“, heißt es in der Begründung der Jury.
Bücher von Ilija Trojanow
Preis der Literaturhäuser 2009 print this book tip

[ book tip by Preis der Literaturhäuser ] The situation is dire. There is no hope. This is how Ilija Trojanow describes life in Bulgaria in his reportage “Hundezeiten”. A country, more especially, his own homeland is utterly destitute after the collapse of Communism. With the injured pride of a native Bulgarian, Trojanow illustrates how he experienced his visits back “home”. The results of his research suggest that not a single new politician has not profited from the former connections with the Stasi secret police. The situation depresses him so much that Trojanow gives up all his literary work to focus instead entirely on facts and observations. “Hundezeiten” is thus a nightmarish documentary, an account of grieving even in the post-totalitarian democracy. The old social elites cheerfully claim all the new posts with the help of the West and the old victims remain where they always were – forgotten.
(Beat Mazenauer)
[ book info ] Trojanow, Ilija: Hundezeiten. Heimkehr in ein fremdes Land. (original language: Deutsch) Hanser Verlag, München, 1999 .
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Genre: travelogue
Languages (book tip): English, German
